Die Burg

Die Burg Hirschau

Auf der südwestlichen Seite des Dorfes, ungefähr 200 m südöstlich der Hirschauer Kirche, soll sich eine Burg (Wasserburg) in der Flur „Burgäcker“ befunden haben. Aufgrund der geringen Höhe in dem sonst ebenen Gelände sei die ehemalige Burgstelle noch erkennbar. Die Burgstraße erinnert an die ehemalige Burg.

1312 und 1371 wird das „Burglin ze Hirsow“ als hohenbergisches Lehen erwähnt. Herzog Friedrich von Österreich verlieh um 1406 den Kirchensatz zu Kilchberg samt einem Burggeseß zu Hirschau Hans von Herrenberg zu Lehen. Der Chronist Lutz von Lutzenhardt schreibt über die Hirschauer Burg: „Ein Burgstall war vor dem Dorfe bei dem Brunnen, welches eingeschleift, geebnet und Äcker daselbst gemacht worden, so noch heutzutage die Burgäcker von den Einwohnern genannt und in Bauung derselben alte Gemäuer gefunden worden.“

Nach der alten Oberamtsbeschreibung waren die Burggräben der ehemaligen Burg Hirschau um 1830 noch zu sehen. Diese Burggräben waren früher mit Wasser gefüllt. Die in der Nähe befindliche Quelle spendete den Schloßbewohnern klares Quellwasser.
Hirschau in Versform

burg_1900
Hirschau um 1900

Die nachfolgenden Verse über Hirschau wurden von Oberlehrer Rimmele gedichtet, welcher in Hirschau in der Zeit von 1918 bis 1928 als ständiger Lehrer angestellt war:

1. O liebstes Dorf im Schwabenland, mein Hirschau dort am Neckarstrand, mit Deiner Kirche, Deinen Gassen, wie könnt´ ich jemals Dich verlassen, mein Hirschau dort am Neckarstrand, Du schönes Dorf im Schwabenland.

2. Der Kindheit Träume kehren wieder, die goldene Zeit der frohen Lieder, der Mutter Hände treu und mild, wie führten sie das schwache Kind. O Hirschau Heimat, ich bin Dein, mein Herz gehört nur Dir allein.

3. Wie grüßt so licht so himmlisch helle, vom Berg die liebliche Kapelle, vom steilen Hang das Laub der Reben, im Dorf welch heiter frohes Leben. Wie liegst Du hold im Sonnenschein, mein Hirschau, nie vergeß´ ich Dein.

4. Maria Holderbusch die Stätte, wo alle ruhn im kühlen Bette, sie spenden uns der Liebe Segen und sind bei uns auf allen Wegen. O Hirschau dort am Neckarstrand, mein liebstes Dorf im Schwabenland.

Wir stellen uns vor – der Musikverein Hirschau aus dem Tübinger Vorland